Der Schlüssel zum Erfolg heißt Menschlichkeit! Reinhard Mohn

Ein Rambo für die Mitarbeiter

Antonino Potalivo hat bereits einige Male eine nicht mehr übliche Zivilcourage bewiesen. Nun will es es wissen. Das auch IG Metaller noch einen "Arsch" in der Hose haben, zeigt er mit seiner Initiative MIG 18

Thomas Kruse beschreibt es mal vorsichtig so:

David" lässt die Muskeln spielen

Betriebsrat Antonino Potalivo will mit der Liste "MIG 18" bei den nächsten Wahlen punkten Von Thomas Kruse

Als IG Metall-Mitglied ist ein Volkswagen-Mitarbeiter fast immer auf der sicheren Seite. Das findet auch Betriebsrat Antonino Potalivo. Er ist Mitglied der IG Metall. Und dennoch tritt er zur Wahl der Arbeitnehmervertretung im nächsten Jahr mit einer eigenen Liste an.

Die Liste heißt MIG 18. Das klingt nach sowjetischem Kampfjet, steht aber für Mitarbeiter-Interessen-Gemeinschaft 18. Bisher saß Potalivo als Einzelkämpfer im Betriebsrat, jetzt will er sein Engagement als Arbeitnehmervertreter auf eine breitere Basis stellen. Doch warum tritt er nicht einfach auf der Liste der IG Metall an?

überzeugte Gewerkschafter und IG Metaller

"Wir sind überzeugte Gewerkschafter und IG Metaller. Aber wir möchten die Politik der IG Metall aktiv verändern und dafür sorgen, dass es wieder mehr um die Interessen der Belegschaft geht und nicht mehr vorrangig um die der Aktionäre. Mir persönlich geht es auch darum, mehr Transparenz herzustellen", sagt der Sohn italienisch-deutscher Eltern. So fordert die neue Gruppe beispielsweise Urabstimmungen vor wichtigen Entscheidungen und die anonymisierte Offenlegung der Bezahlung von Betriebsräten.

"Wir wollen die Meinung der Kollegen vor wichtigen Entscheidungen hören. Bisher werden denen die Ergebnisse von Tarifverhandlungen doch einfach mitgeteilt und sie können sie allenfalls hinterher kommentieren. Das wollen wir ändern", sagte Potalivo unserer Zeitung. Dass der Gewerkschaftsrebell nun Mitstreiter gefunden hat, macht ihn stolz: "Ich bin natürlich nur der David im Vergleich zum Goliath IG Metall. Aber David wächst."

Anders als andere Vertreter kleinerer Gewerkschaften oder Einzelpersonen im Betriebsrat setzt Potalivo nicht auf eine Verweigerungshaltung. "Entscheidungen zum Wohle des Standortes wie Sonderschichten sind notwendig. Aber zum Abschluss des Tarifvertrages 2006 habe ich damals Nein gesagt" berichtet der selbstbewusste Außenseiter. So stört es Potalivo scheinbar auch nicht übermäßig, dass sein Werben um Mitstreiter von den IG-Metall-Kollegen im Betriebsrat argwöhnisch verfolgt wird: "Wir können nicht verstehen, dass jetzt so viele Kollegen im Betriebsrat nervös werden. Unser Ansatz, gegen Korruption zu kämpfen und für Transparenz zu sorgen, müsste doch eigentlich Zustimmung bei allen Betriebsräten finden. Die Ex-Kumpel von Klaus Volkert mögen es aber nun mal nicht, wenn man in ihren alten Wunden rumbohrt."

Soweit der Bericht von Thomas Kruse. Politisch korrekt, eine Menge angedeutet und jede Menge Vermutungen und Hinweise gegeben. Schaffen es die schlaffen VW-Mitarbeiter sich mal den Sand aus den Augen zu reiben.

Jeder kann der Nächste beim Mobbing werden. Wacht auf und unterstützt die Macher wie Willie Giebel und Nino bei den kommenden Betriebsratswahlen. Wählt Antonino Potalivo seine Mitstreiter Andre Leusmann, Dr Ulrich Standt, Peter Klebba, Udo Schulz, Markus Galbiers, Dirk Schenker und Georg Guder.

Freiheit für das Arbeitsrecht, weg mit dem korrupten Volk!

http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/7567605/artid/11375762

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by Detlev Lengsfeld
Dezember 5, 2009 arbeitsrecht korruption